Medienkompetenz und Digitalisierung

„Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“

BMBF-Programm Berufsbildung 4.0

Das BMBF-Programm fördert Projekte zum Thema „Technisch unterstützest Lernen“, mit dem Ziel Ausbildungsberufe in Deutschland zu modernisieren und ihnen zu neuer Attraktivität zu verhelfen. Im Projekt IKKE soll durch die Assistenz von digital gestützten Bildungsmaßnahmen inklusive Bildung und Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen beim Lernen und Arbeiten ermöglicht werden. Geschaffen wird ein kontextbewusster Zugang zu theoretischen Lerninhalten und praktischen Fähigkeiten für Auszubildende. Die Partizipation und Interaktion verschiedener Auszubildendengruppen an der Arbeitswelt ist für den Landkreis Prignitz von großer Bedeutung.

Mit Hilfe von visuellen, auditiven und haptischen Medien können Lerninhalte an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen von Menschen mit und ohne (Lern-) Beeinträchtigungen angepasst werden. Dadurch sollen in Berufsbildungseinrichtungen bestehende Barrieren für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen überwunden und abgebaut werden. Die Konzepte tragen zudem zur Verbesserung der Medienkompetenz von Ausbildern und zukünftigen Arbeitnehmern bei.

Bisher wird Theorie und Praxis über Lehrbücher, PowerPoint Folien und Flipcharts vermittelt. Digitale Medien können genutzt werde, um Abläufe und Prozesse verständlicher und sichtbarer abzubilden und Lernerfolge erfahrbarer zu gestalten. Auf diese Weise kann die Motivation der Auszubildenden gesteigert werden. Es wird die Erprobung und Anschaffung von modernen Lerninstrumenten wie Tablets, interaktive Boards, sowie Augmented Reality und Virtual Reality Systemen gefördert. Dadurch kann mit unterschiedlichen Nutzertestmethoden festgestellt werden, ob beispielsweise in virtuellen Welten Praxisaufgaben besser erlernbar sind, insbesondere wenn bestimmte technische Ausstattungen im Ausbildungskontext nicht zur Verfügung stehen.

Der Einsatz von Wikis, Blogs oder vernetzen Verteilerplattformen eröffnen einen neuen Zugang zu Bildungsmaterialien. Das sind Lehr- und Lernmaterialien, die zunehmend digital erstellt und über das Internet verbreitet werden wie kurze Erklär-Videos. Das hat den Vorteil, dass sie ausgetauscht, bearbeitet und mit anderen Lehrenden oder Lernenden geteilt und evaluiert werden können. Diese Flexibilität bietet Möglichkeiten für die Entwicklung neuer didaktischer Konzepte und pädagogischer Herangehensweisen. 

Digitale Lernplattformen zum Abbau von Teilhabeeinschränkungen, die auf Kollaboration und kontextbewusstem Lernen beruhen…

Digitale Medien können für den Lehr- und Lernprozess von Menschen mit körperlichen, geistigen oder Sinnes-Behinderungen gewinnbringend eingesetzt werden.

Medienkompetenz:

Medienkompetenz kann heute bereits neben Lesen, Schreiben und Rechnen als „vierte Kulturtechnik“ bezeichnet werden und ist eine entscheidende Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts.

− Nutzbarkeit von Computern und digitalen Schnittstellen (Digitalkamera, Diktiergerät, Beamer, USBStick, etc.) für alle Fachkräfte in jedem Unterricht 

− schnelle und unkomplizierte Ausleihe von Geräten und Lernsoftware 

− Förderung der Vielfalt der technischen Ausstattung 

− ungehinderter Zugang zu digitalen Kommunikationsmöglichkeiten für alle Schülerinnen und Schüler 

− selbstverständliche gegenseitige Problemlösung 

− Bekanntheit und Ausnutzung vorhandener Fachkenntnisse bei Fachkräften, Eltern und bei der Schülerschaft − Kompetenzerwerb und Training der Kommunikation über große Entfernungen für alle Schülerinnen und Schüler 

− Akzeptanz der Überforderung beim Umgang mit digitalen Medien 

− aktiver Abbau von Barrieren beim Zugang zu digitalen Medien 

− Bewusstmachung und Abbau von stereotypem Rollenverständnis (Jungen und Mädchen, Migrationshintergrund, hoher Assistenzbedarf etc.) 

− Verständigung über Regeln und Rituale zur Nutzung der digitalen Medien 

– Einladung zum Gebrauch und Experimentieren 

− Kenntnis der Potenziale digitaler Techniken für das Lernen 

− Nutzen der Potentiale digitaler Medien für Empowermentprozesse (internationale Programme)

Projektlaufzeit:                              01.08.2018 bis 31.07.2021

Projektvolumen:                     644.809,82 € 

Projektleitung:                                        Herr Prof. Dr. Matthias Morfeld (Hochschule Magdeburg-Stendal)

Verbundpartner:                   Hochschule Magdeburg-Stendal, Oberstufenzemtrum Prignitz (Landkreis Prignitz), Lebenshilfe Prignitz e.V., Berufsbildungszentrum Prignitz GmbH

Projektträger:                         Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) & Bundesministerium für Bildung und Forschung